SHORT CUTS.
Kurze Prosa.




Erich Fried Tage 2011
23.–27.11.2011


Literaturhaus Wien
www.literaturhaus.at

DOKUMENTATION

Register

Unter dem Titel SHORT CUTS – in Anlehnung an Robert Altmanns Verfilmung von Short Storys des US-amerikanischen Erzählers Raymond Carver – widmeten sich die Erich Fried Tage 2011 der Kurzprosa. 35 AutorInnen und WissenschafterInnen aus 11 Ländern lasen im Literaturhaus Wien aus eigenen Werken, hielten Vorträge zum Thema und diskutierten in hochkarätig besetzten Roundtables.
Zum Festivalauftakt stand ein Fried Special mit einem Festvortrag von Walter Hinderer (Princeton University), einer Lesung August Zirners von zum Teil unveröffentlichten Kurzprosatexten Frieds und einer Filmdokumentation von Klaus Fried auf dem Programm. Anlass war der 90. Geburtstag von Erich Fried (06.05.1921– 22.11.1988), dem Namenspatron der seit 1990 veranstalteten Literaturtage.
Das Programm von SHORT CUTS eröffnete Cees Nooteboom, Verfasser zahlreicher Reiseberichte, Essays und Reiseerzählungen, mit einer Lesung aus »Tumbas. Gräber von Dichtern und Denkern.« (Schirmer und Mosel Verlag, 2006) sowie aus unveröffentlichten Texten – Susanne Schaber, Herausgeberin von Nootebooms »Gesammelten Werke« bei Suhrkamp, begleitete den niederländischen Autor auf seinem poetischen Streifzug und sprach mit ihm über die stilistischen Herausforderungen, die die kurze Form an den Autor stellt.
Der britische Graphic Novelist und Illustrator David Hughes, Brigitta Falkner (Miniaturen) aus Österreich sowie die deutschen Autoren Jochen Schmidt (Blog) und Harald Martenstein (Kolumne) u.a. gaben einen Einblick in die große Bandbreite der unterschiedlichen Kurzprosa-Genres. Christoph Ransmayr stellte unter dem Titel »Babylon. Spielformen des Erzählens« eine von ihm konzipierte Buchreihe, die sog. »weiße Reihe«, vor, in der seit 1997 bei S. Fischer ungewöhnliche Varianten von kurzer Prosa – Festrede, Tirade, zuletzt ein Duett mit Martin Pollack –  in loser Folge erscheinen und las u.a. Reportagen aus seinem frühen Werk »Der Weg nach Surabaya« (1997).
Bjarte Breiteig (Norwegen), Ulrike Draesner (Deutschland), Judith Hermann (Deutschland), Sjón (Island), Fried Preisträger Thomas Stangl (Österreich) u.a. erwiesen sich als verdient hochgeschätzte Meister der klassischen Erzählung oder Short Story.
Thomas Ballhausen zeigte einige verblüffende filmische Umsetzungen des Themas aus den Beständen des österreichischen Filmarchivs.
Musikalische Short Cuts kamen vom ebenso sprachgewaltigen wie vergnüglichen Trio Lepschi: Stefan Slupetzky (tex, voc, säge), Tomas Slupetzky (comp, voc, git, v) und Martin Zrost (comp, arr, voc, git, cl, bcl).
Den Abschluss der Literaturtage bildete traditonell die Verleihung des Erich Fried Preises. In diesem Jahr vergab Sektionschefin Andrea Ecker, BMUKK, die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung an den österreichischen Autor Thomas Stangl. Die Laudatio hielt die alleinige Jurorin 2011 Barbara Frischmuth.

Anne Zauner, Kuratorin



Einleitung


Mittwoch, 23. November


Donnerstag, 24. November

Freitag, 25. November


Samstag, 26. November

Sonntag, 27. November



Rahmenprogramm

Presse, Reaktionen




Flyer

Impressum


Logos

Hinweise

< back